Diamanten, Feuer, Wasser: Bestattungsformen und die Kirche

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Wie will ich eigentlich bestattet werden? Diese Frage wird irgendwann auf jeden von uns zukommen. Vor nicht allzu langer Zeit war diese Frage schnell beantwortet: Nach dem Tod wurde den Verwandten und Bekannten Zeit gegeben sich von der verstorbenen Person zu verabschieden. Nach der kirchlichen Trauerfeier folgte die Erdbestattung auf dem Friedhof der Gemeinde oder auf dem städtischen Friedhof.
Mittlerweile gibt es bei der Kirche immer mehr Anfragen nach alternativen Bestattungsformen. Dazu gehören nicht nur Feuerbestattungen, die Beisetzung in einem Friedwald oder das Verstreuen der Asche ins Meer, sondern auch weitaus kuriosere Bestattungsformen, wie etwa das Verarbeiten der Asche des Verstorbenen zu einem Diamanten oder die Plastination des Leichnams.
Wie geht die Kirche mit solchen Anfragen um? Was ist vertretbar und wo überschreitet man eine Grenze? Was sind Ursachen für die Ausdifferenzierung der Bestattungsformen? Der evangelische Theologe Prof. Dr. Gerald Kretzschmar beschäftigt sich schon länger mit diesen und ähnlichen Fragen und gibt uns im Gespräch einige Antworten.

  • Bild: L. El-Gonemy

    … ist Professor für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Seine Schwerpunkte sind Predigtlehre, Gottesdienstlehre und Kirchentheorie. Er interessiert sich unter anderem für die Themen “Kirchenbindung in der modernen Gesellschaft”,  “Predigt in Zeiten der mediatisierten Kommunikation” und “Wandel der Bestattungskultur”. Neben seiner theoretischen Arbeit im Wissenschaftsbetrieb war er auch lange Zeit praktisch als Pfarrer in der Pfalz tätig.

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Über

Leila el-Gonemy

... ist seit 2013 an der Uni Tübingen und seit 2015 bei cantaloup.fm. Honigmelonen sind zwar nicht nach ihrem Geschmack, cantaloup.fm findet sie aber super.

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