Digitale Medien: Sind wir krank?

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Smartphone, Laptop, Fernseher sind fast nicht mehr wegzudenken aus unserem alltäglichen Leben. Doch was, wenn der Medienkonsum Überhand gewinnt?

Wir leben in einer mediatisierten Welt. Egal, wo wir sind, durch die Anbindung des Smartphones ans World Wide Web sind wir nie allein. Über E-Mail, Facebook und WhatsApp haben wir unsere Freunde und Bekannte immer dabei. Und von einer umfassenden virtuellen Realität sind wird dank Google Glasses und VR-Brille nicht mehr lange entfernt.
Dass das nicht nur positive, sondern auch negative Folgen haben kann, davor warnen Forscher schon seit mehr als 10 Jahren. Und so langsam finden die Gefahren auch Einzug in den Sprachgebrauch: Smombie, das Jugendwort 2015, drückt die Angst aus, dass wir über das ständige Starren auf’s Smartphone unsere Umwelt vergessen. Doch woran kann man erkennen, dass der Gebrauch von digitalen Medien nicht mehr normal, sondern krankhaft ist? Und wo kann ich mir im Zweifelsfall Hilfe suchen?

Wenn du den Verdacht hast, dass du oder jemand aus deiner Umgebung an einer Internet- oder Online-Spiele-Sucht leiden: Auf der Website des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg kann man sich über diverse Behandlungsformen und -zentren informieren.
Die Psychiatrie des Universitätsklinikums Tübingen bietet für Süchtige eine ambulante Behandlung an, dazu weitere Informationen.

  • © Sara Hanke

    © Sara Hanke

    Sara Hanke ist Diplom-Psychologin in der Sektion für Sucht an der Psychiatrie des Universitätsklinikums Tübingen, in welcher sie vor allem in der Versorgung von und der Forschung über Internetsüchtige tätig ist.

  • @ Markus Koelle, 2014

    @ Markus Koelle, 2014

    Prof. Dr. Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie und Leiter der psychiatrischen Universitätsklinik Ulm, gilt als einer der bekanntesten, aber auch umstrittensten Hirnforscher Deutschlands. Prof. Spitzer hat vor mehr als 10 Jahren das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm gegründet. Er beschäftigt sich vor allem mit den Auswirkungen des Medienkonsums auf Kinder, Jugendliche und Erwachsenen. Mit dem Buch “Vorsicht, Bildschirm!”, das im Jahre 2005 erschienen ist, hat er Anstoß für eine Diskussion über den Gebrauch von Medien gegeben, die bis heute noch aktuell ist.

    Prof. Spitzer wird am 17.3. im Tübinger Museum sein neues Buch “Cyberkrank! Wie das digitalisierte Leben unsere Gesundheit ruiniert” vorstellen. Die Nachfrage nach Tickets war allerdings so groß, dass der Vortrag schon jetzt ausverkauft ist.

  • © ifs - internationale filmschule

    © ifs – internationale filmschule

    Prof. Dr. Gundolf Freyermuth ist Begründer und Direktor des Cologne Games Lab der Technischen Hochschule Köln, das sich der Erforschung digitaler Spiele und der Ausbildung von Spieleschaffenden widmet. Prof. Freyermuth ist Professor für Media and Game Studies und beschäftigt sich vor allem mit den kulturellen, ästhetischen und sozialen Wirkungen von digitalen Medien und Spielen.

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Über

Lisa Fleischer

…ist schon seit dem Sommersemester 2013 im Team von cantaloup.fm – das damals noch unter dem Namen Uniwelle Tübingen publizierte. Neben Ihrer Tätigkeit bei uns ist sie momentan mit ihrer Bachelor-Arbeit beschäftigt. Zumindest mehr oder weniger.

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