Schwieriges Erbe oder: Ethnologische Vergangenheitsbewältigung

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Es tut sich was bei den Ethnologen. Ob in Museen oder Hochschulen: Eine kritische Unruhe hat die Zunft erfasst.

Ihre Vertreter/Innen fragen: Wie gehen wir um mit Objekten aus der Kolonialzeit, was müssen wir in Erfahrung bringen über ihre Herkunft? Und was heißt das für die Museen, in denen diese Objekte versammelt sind? Was bedeutet es für ein ethnologisches Museum, mittlerweile Teil einer Einwanderungsgesellschaft zu sein?

Mittel aus der Exzellenzinitiative ermöglichen jetzt, wissenschaftliche Antworten auf diese Fragen zu suchen. Federführend bei dieser Suche: Prof. Dr. Gabriele Alex, Ethnologin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und Prof. Dr. Inés de Castro , Direktorin des Lindenmuseums Stuttgart. Sie waren die Gesprächspartnerinnen für den folgenden Beitrag.

  • Das Projekt “Schwieriges Erbe” tragen Mitarbeiter/Innen des Asien-Orient-Institutes und des Ludwig-Uhland-Institutes der Universität Tübingen und des Lindenmuseums Stuttgart. Darüber hinaus sind weitere Wissenschaftler aus dem In-und Ausland beteiligt.

  • Die Finanzierung des Projektes erfolgt durch die Plattform 4 “Bildung-Gesellschaft-Normen-Ethische Reflexion”: Ein interdisziplinäres Netzwerk im Rahmen der Exzellenz-Initiative an der Universität Tübingen. Gefördert werden innovative Projekte, die dem Anspruch gerecht werden, im besonderen Maße Themen von gesellschaftlicher Relevanz aufzugreifen.

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    Projektleiterinnen sind Prof. Dr. Gabriele Alex (Universität Tübingen, links) und Prof.Dr. Inés de Castro (Lindenmuseum, rechts).

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Über

Sigi Lehmann

... ist seit 1993 Leiterin des Uniradios. Davor 13 Jahre beim Hessischen Rundfunk, erste journalistische Gehversuche ab 1976 beim NDR.

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