Unter dem Sand – Kinorezension

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45.000 Tretminen in drei Monaten. Wenn das geschafft ist, dürfen sie nach Hause. Eine utpoische Vorstellung – und dennoch eine Hoffnung, an die man sich klammern kann.

Zumindest für die jungen Soldaten unter Kommandant Carl Rasmussen. Sie sind ein Teil der Kriegsgefangenen, die nach dem Kriegsende 1945 in Dänemark bleiben sollen, um die Überbleibsel des Nazi-Regimes aufzuräumen.
“Unter dem Sand” beschäftigt sich mit den Aufräumarbeiten entlang der Westküstenregion Dänemarks, an der über 1,5 Millionen Minen versteckt wurden. Ohne Hilfsmittel und auf sich allein gestellt sollen die Jungen den Strand säubern. Geleitet von einem verbissenen Kommandanten mit Hass auf die Deutschen – bis er erkennt, dass es sich fast noch um ‘Kinder’ handelt, die den Dreck der Nazis wegräumen sollen.
Dass das auch heute noch ein Thema ist, zeigten die Dreharbeiten zum Film: Auf dem Drehgelände, einem Übungsplatz des dänischen Militärs, wurde während der Dreharbeiten noch eine Mine aus der damaligen Zeit entdeckt, die daraufhin entschärft werden musste. Auch Dänemarks Strände wurden erst 2012 wieder offiziell für minenfrei erklärt. Stefan und ich haben uns über die Eindrücke, die der Film hinterlässt, unterhalten.

Melonen Kinorezension

Fazit: Tolles Drehbuch, tolle Schauspieler und ein heikles Thema, das mit sehr viel Fingerspitzengefühl angepackt wurde. Ein Film, der euch auch nach dem Kinobesuch noch tagelang begleiten wird und zum Nachdenken anregt.

Der Film läuft täglich im Kino Museum ab 18:15 Uhr.

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Über

Annika Petrasch

... studiert Germanistik und Internationale Literaturen. Sie war von 2013 bis 2017 Freelancer bei cantaloup.fm und hat sich besonders um den Aufbau der Social Media-Abteilung gekümmert.

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