Monsieur Chocolat – Kinorezension

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Als “Chocolat” lässt sich Omar Sy (Ziemlich beste Freunde) vor weißem Publikum von seinem Partner Footit (James Thierée) in der Manege in den Hintern treten.

Zuerst im kleinen Wanderzirkus, doch bald vor großem Publikum in Paris, revolutioniert der “erste schwarze Clown” gemeinsam mit seinem Partner die Zirkuswelt. Doch zu einem hohen Preis: Denn als Künstler wird Chocolat kaum ernst genommen. Außerhalb des Zirkus wird er in der “Welt der Weißen” schlicht auf seine Hautfarbe reduziert und ist Anfeindungen und polizeilicher Willkür ausgesetzt.

Nach und nach wächst in ihm der Gedanke an Emanzipation. Er nimmt den Namen Raphael Padilla an und beschließt, Shakespeares Othello als erster Schwarzer auf die Bühne zu bringen. Eine Rolle, an der er später zerbricht – denn er bleibt ewig die Unterhaltung der Weißen.

Fazit: Ein spannender Film, der nicht nur für Clownsliebhaber vieles zu bieten hat. Eine packende Erzählung über das Leben eines bedeutenden französischen Künstlers und dem Konflikt zwischen Erfolg und Selbstverwirklichung. Probleme, die 1900 so aktuell waren, wie sie es heute sind.

Der Film Ist jeden Tag um 20:45 im Kino Museum zu sehen.

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Über

Lucas Herberhold

...verließ 2014 das schöne Hamburg, um in Tübingen Allgemeine Rhetorik zu studieren. An das Schwäbisch hat er sich zwar noch nicht so ganz gewöhnt, findet es aber trotzdem schön hier.

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