Baden-Württemberg: Wir können alles, vor allem Einwanderung

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“Baden-Württemberg hat keine Einwanderungsgeschichte, sondern es ist eine Einwanderungsgeschichte”, sagt der Tübinger Historiker Mathias Beer. Was bedeutet dieses historische Erbe für die aktuelle Flüchtlingsfrage?

Kein anderes deutsches Bundesland hat in der Vergangenheit so viele Menschen aus dem In- und Ausland aufgenommen wie Baden-Württemberg. Auf diese Weise hat sich die Bevölkerung im Südwesten seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mehr als verdoppelt. Allein durch Flucht und Vertreibung der Deutschen aus Südost- und Ostmitteleuropa kamen in den Jahren nach 1945 etwa 1,7 Millionen Menschen nach Baden-Württemberg. Ihre Eingliederung in die eingesessene Mehrheitsgesellschaft ist eine Erfolgsgeschichte. Sie zeigt nach Meinung des Migrationshistorikers Mathias Beer aber auch, wie lange Integrationsprozesse in der Regel brauchen. Und dass diese klarer, gesetzlicher Regelungen bedürfen.

Dr. Mathias Beer referiert am Donnerstag, den 30. Juni 2016 im Rahmen des Studium Generale der Uni Tübingen über das Thema “Migration nach Deutschland nach 1945. Ein Zuwanderungsland wider Willen?”. Beginn des Vortrags ist um 20 Uhr c. t. im Hörsaal 22 des Kupferbaus.

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Über

Thorsten Busch

...Uniradio-Urgestein. Schreibt eine Doktorarbeit in Geschichte über die Pest im 17. Jahrhundert. Ist selbst aber nur im positiven Sinne ansteckend.

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