Brexit, Nexit, Sexit – Zerbricht die EU?

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England und Wales wollen mehrheitlich raus aus der EU. Schottland und Nordirland haben sich für den Verbleib ausgesprochen. Wie geht es weiter nach dem Brexit?

Der 23. Juni wird  in die  europäischen Geschichtsbücher eingehen, ob als Schicksalstag muss sich erst noch erweisen. Es war das erste Mal, dass ein Volk darüber abstimmte, ob es aus der Union austritt. Die Folgen des Votums sind noch nicht überschaubar. Dennoch trafen sich rund eine Woche nach dem Referendum Experten an der Universität Tübingen, um bei einer Podiumsdiskussion eine erste Bilanz zu ziehen.

Auf dem Podium gab es jede Menge zu diskutieren: Was wird aus dem Vereinigten Königreich wie wir es kennen? Welche Folgen hat das Votum wohlmöglich für den europäischen Integrationsprozess? Folgen nach Brexit etwa Nexit, Daxit oder gar Sexit? Also der Exit der  Niederlande, Dänemarks oder Schwedens? Und sind Volksabstimmungen überhaupt ein geeignetes Mittel für nachhaltige Entscheidungen solcher Tragweite? Diese Fragen bestimmten die Debatte.

Und dann zu Beginn der Woche der nächste Coup: Nachdem Boris Johnson – entgegen aller Erwartungen – angekündigt hatte, nicht als Premierminister kandidieren zu wollen, erklärte auch Nigel Farage von der rechtspopulistischen UK Independence Party (UKIP) seinen Rücktritt vom Amt des Parteivorsitzenden. Damit hatten sich die beiden bekanntesten Gesichter der Leave-Kampagne innerhalb von nur 10 Tagen nach dem Brexit-Referendum aus dem Staub gemacht.

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  • Brexit_Podiumsdiskussion_29062016 (8)Kai Oppermann ist ein ausgewiesener Experte für britische und deutsche Außenpolitik. Sein Forschungsinteresse gilt der Europäischen Integration und Referenden. Oppermann studierte an der Philipps-Universität in Marburg und an der Freien Universität in Berlin Politikwissenschaften, Rechtswissenschaften und Geographie. Von 2002 bis 2007 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Politik und Außenpolitik der Universität Köln. 2007 wurde der Politikwissenschaftler Akademischer Rat am Institut für Politische Wissenschaften und Europäische Fragen an der Universität Köln und arbeitete fortan als Junioprofessor. Außerdem unterrichtete der als Dozent für Europäische und Deutsche Politik am Londoner King’s College. Seit Herbst 2013 unterrichtet Oppermann an der University of Sussex. Darüber hinaus ist Oppermann Mitherausgeber der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik. Vor seiner akademischen Laufbahn arbeitete Oppermann als Abgeordneten-Referent im Bundestag.
  • Brexit_Podiumsdiskussion_29062016 (4)Stefan M. Büttner von der Universität Stuttgart ist Experte für Energieeffizienz und macht sich international für eine energieeffizientere Produktion stark. Der studierte Diplom-Volkswirt arbeitet am Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP), das 2012 an der Universität Stuttgart ins Leben gerufen wurde. Dort leitet er die Abteilung Internationales und Strategie. Darüber hinaus arbeitet Büttner auch als parlamentarischer Berater von David Torrance, Abgeordneter der Scottish National Party und Mitglied des Schottischen Parlaments.
  • Brexit_Podiumsdiskussion_29062016 (7)Gabriele Abels ist Professorin für die Politische Systeme Deutschlands und der EU sowie für Europäische Integration an der Uni Tübingen. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Soziologie und Englische Philologie an der Philipps-Universität Marburg, arbeitete Abels als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin. Im Juni 1999 promovierte sie an der Universität Essen zur Doktorin der Philosophie. Es folgten Stationen an den Universitäten Osnabrück, St. Louis und Bielefeld, wo sie 2006 auch promovierte. Seit 2013 ist die Jean-Monnet-Professorin zudem Mitglied des wissenschaftlichen Direktoriums des Instituts für Europäische Politik (IEP) in Berlin.

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Über

Lennart Stock

... studiert Medienwissenschaften und ist das Nordlicht bei cantaloup.fm. Geboren in Ostfriesland zog es ihn für den Master ins schöne Tübingen – und so zu cantaloup.fm.

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