Nächste Exzellenzinitiative nimmt Fahrt auf

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Die erste Förderlinie der nächsten Exzellenzinitiative, in der es um Exzellenzcluster geht, wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) übernehmen. Die zweite Förderlinie wird der Wissenschaftsrat durchführen.

Ihren weiteren Fahrplan hat die DFG heute in einer Pressemitteilung vorgestellt:

DFG und Wissenschaftsrat werden der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder, kurz GWK, die 39 Mitglieder des sog. Expertengremiums vorschlagen. Dieses Gremium soll Förderempfehlungen formulieren und zusammen mit den Wissenschaftsministern von Bund und Ländern auch die eigentliche Förderentscheidung treffen. Die Mitglieder des Expertengremiums sind bereits ausgewählt worden. Sie sollen noch im Juli von der GWK ernannt werden. Dann wird auch öffentlich bekannt werden, wer die nächste Exzellenzentscheidung treffen wird. Die DFG spricht bisher nur von “weltweit renommierten Expertinnen und Experten.”

Ebenfalls noch in diesem Monat soll eine Programmankündigung der DFG für die Förderlinie der Exzellenzcluster veröffentlicht werden. Voraussichtlich Ende September soll die eigentliche Ausschreibung erfolgen. Alle potenziellen Bewerber werden gebeten, bis zum 1.Dezember 2016 eine unverbindliche Absichtserklärung abzugeben.

Bis zum 3.April 2017 müssen dann die Antragsskizzen für neue Exczellenzcluster eingegangen sein. Die Tübinger Unileitung hat also nur noch knapp 9 Monate Zeit für neue Exzellenzbabys, sprich Antragsskizzen.

z.Zt. wird davon ausgegangen, dass das Exzellenzcluster CIN kein 3.Mal gefördert werden wird.Tübingen muss also bis zum April 2017 zwei neue Cluster, die das Potenzial zur Exzellenz haben, auf die Beine stellen. Die Mitarbeiter/innen der Stabsstelle Exzellenzinitiative sind derzeit unentwegt unterwegs, um erfolgversprechende Projekte zu sichten.z.ZT. kann über konkrete Vorhaben nur spekuliert werden. Der Tübinger Research Campus könnte vielleicht ein Nukleus für ein neues medizinisches Cluster sein.

Bis zum Spätsommer 2017 soll dann schon über die Antragsskizzen der zugelassenen Hochschulen entschieden werden. Scheitert Tübingen an diesem Punkt, werden davon eine Menge Stellen in der Zentralen Verwaltung betroffen sein. Die Hochschulen, deren Antragsskizzen erfolgreich sind, dürfen Vollanträge stellen: dann geht es für sie also erst richtig los. Dann dürfte bis zum Sommer 2018 bei allen Beteiligten Vollstress auf dem Programm stehen. Im Spätsommer 2018 soll über die Vollanträge entschieden werden, die Förderung soll am 1.Januar 2019 starten.

Bleibt es bei diesem Zeitplan, könnte die Exzellenzentscheidung mit der nächsten Bundestagswahl zusammenfallen.

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Über

Sigi Lehmann

... ist seit 1993 Leiterin des Uniradios. Davor 13 Jahre beim Hessischen Rundfunk, erste journalistische Gehversuche ab 1976 beim NDR.

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