Nebel im August – Kinorezension

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Der 13-jährige Ernst Lossa landet 1943 in der Heilanstalt Irsee. Er durchschaut das Euthanasieprogramm der “Pfleger” – und muss sterben.

“Stimmt das, dass die in Berlin zwanzig Pfennige für jeden Namen bekommen, den sie auf die Liste setzen?” – “Dreißig.” Über 200.000 Menschen mit Behinderung, psychisch Kranke oder als solche eingestufte Männer und Frauen wurden Opfer der Euthanasie während des Zweiten Weltkrieges. Ernst Lossa (Ivo Pietzcker), Sohn von Jenischen, ist ein verhaltensauffälliges Heimkind. Als “Psychopath” und “asozialer Schädling” bewertet, wird er in die Heilanstalt Irsee verlegt. Dort führt Dr. Veithausen (Sebastian Koch) die möglichst unbemerkte Tötung seiner Patienten durch und entwickelt dafür stetig grausamere Methoden. Ernst kommt dahinter und versucht, das Morden zu verhindern…

Ernst Lossa hat tatsächlich gelebt; die Verbrecher von Irsee wurden juristisch kaum oder gar nicht bestraft.

Ich habe mit meiner Kollegin Charlotte Geißler über den Film gesprochen.

Fazit: Berührend und bedeutsam.

Fünf Melonen

“Nebel im August” läuft täglich um 20:00 Uhr, ab Montag um 20:30 im Kino Arsenal.

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Über

Oliver Schaub

... studiert Allgemeine Rhetorik und Politikwissenschaft. Namensgeber von cantaloup.fm mit hoher Stirn und tiefer Stimme. Seit Oktober 2014 beim Uniradio; von Mai bis Dezember 2016 studentische Hilfskraft mit Schwerpunkt "Text".

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