“Rechts um! Wie Europa abgewählt wird.” – Buchrezension

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Weltpolitisch stürmische Zeiten rufen nach EINEM Europa, sollte man meinen. Aber die EU hat momentan genug eigene Probleme: Eines davon liegt rechts.

Worum geht es? Ganz einfach: Europa! Aber so einfach ist das gar nicht, denn Europa hat ein Problem: Es wird immer rechter. Rechte und nationalistische Parteien sind in den europäischen Ländern auf dem Vormarsch und Populisten erhalten immer mehr Zuspruch. Ihre Aussagen: Die Lösungen der Probleme seien doch ganz “einfach”. Es scheint immer schwieriger zu werden, dass Europa geeint auf der weltpolitischen Bühne auftritt. Grund dafür sind auch die nationalistischen Strömungen in einzelnen Mitgliedsstaaten, die die EU, wie sie momentan existiert, ablehnen und einen neuen Weg einschlagen wollen.

Dieses Buch widmet sich dieser Entwicklung. Es möchte aufzeigen, wie sich die rechte Bewegung in Europa formiert und entwickelt. Dafür widmen sich einzelne Kapitel einzelnen Ländern und geben Auskunft über den Rechtsruck in der EU. Es berichtet aber nicht aus deutscher Perspektive, sondern aus der unserer südlichen Nachbarn. Österreichische Auslandskorrespondenten berichten aus ihrem “Arbeitsland”.

Das Buch stellt sich selber den Anspruch, die Situation in Europa zu analysieren. Ob diese Analysen auch was taugen?

Wie Willy Brandt einst forderte, mehr Demokratie zu wagen, so wünscht man den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, mehr EU zu wagen. Stattdessen hören wir ständig, dass Politiker von Mitgliedsstaaten gegen die EU arbeiten und wichtige Entscheidungen blockieren.

Eine Melone

Fazit: Schade!

  • Roland Adrowitzer (Hrsg.)
    styria Verlag
    224 Seiten
    Erscheinungsdatum 04. Oktober 2016
  • Der Herausgeber Roland Adrowitzer (geb. 1957) ist promovierter Jurist und war für den ORF Auslandskorrespondent in London, Bonn und Brüssel.

    Von 2002 bis 2006 war er Büroleiter in Brüssel und seit 2007 Chefreporter für die “Zeit im Bild” und Leiter des Korrespondentenbüros des ORF.

    Zuletzt erschienen sind ebenfalls im styria Verlag “Mit eigenen Augen” (2012) und “Schöne Grüße aus dem Orbán-Land” (2013)

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Über

Frederik Schmitz

... ist Sinologie-Student (M.A) und China-Freak aus Düsseldorf, der seit 2016 in Tübingen lebt und studiert. Genau so lange (kurz ;) ) ist er auch beim Uniradio cantaloup.fm dabei.

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