Schock und Tränen wegen US-Wahl: So fieberte Tübingen mit

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Optimismus, Jubel, Flüche, Schock – Hunderte Tübinger haben den U.S.-Wahlausgang beim Public Viewing im Kino Museum verfolgt. Eigentlich, um Hillary Clinton zu feiern…

Von Christopher van der Meyden, Oliver Schaub, Lennart Stock, Jasmin Grandy und Lucas Eiler

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben gewählt – und auch in Tübingen blickten viele Wahlinteressierte in der Nacht zu Mittwoch auf die Auszählung. Das Deutsch-Amerikanische Institut (D.A.I.) hatte zur Wahlparty geladen – Bei amerikanischen Hot Dogs, Serien wie House of Cards und Südstaaten-Rock verfolgten  rund 1.000 Besucher nach Angaben des D.A.I. die „Election Night“ im Kino Museum.

Zwar war das Interesse so groß, dass zeitweise der Einlass zur Party gestoppt werden musste, dennoch lag die Zahl der Besucher leicht unter dem Wert der Wahl von vor acht Jahren. Damals waren rund 2.000 Menschen dabei, als Barack Obama zum Präsident gewählt wurde.

Bevor es richtig los ging, diskutierten Lucas Ogden, Prof. Dr. Georg Schild, Dr. Thomas Gijswijt, Daniel Lede Abal, Prof. Dr. Gabriele Abels und Angela Baggarley bei einer Podiumsdiskussion über die möglichen Folgen der Wahl. Ein Konzert der Louisiana Funky Butts und Performances vom LTT und Helge Thun von der Comedy-Stube verkürzten die Wartezeit auf die Auszählung. Eine Live-Schalte zur ARD-Radio-Korrespondentin Sabrina Fritz im ARD-Studio Washington gab einen Einblick hinter die Kulissen der Wahlberichterstattung. „Auch ich habe einen Schlafsack im Büro“, verriet Fritz mit einem Augenzwinkern via Skype und sorgte damit für Erheiterung im Saal.

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Ab Mitternacht konnten die Wahlparty-Besucher dann auf einer Großbildleinwand das Geschehen in den USA verfolgen. Das Programm von CNN wurde live übertragen. Gebannt wurde jeder neuen Hochrechnung entgegen gefiebert. Hillary Clinton oder Donald Trump? Gemessen an der Zahl der Anhänger war diese Frage in Tübingen bereits früh klar. Wer Donald Trump-Unterstützer im Kino Museum finden wollte, der musste lange suchen. Bei jedem neuen Bundesstaat, den Clinton auf sich vereinigen konnte, brannte im Saal kurz Jubel aus. Noch bis in den frühen Morgen hielten mehrere Hundert Wahlpartygäste aus.

Die Tübinger Wahlparty war eine von vier im Ländle. Auch in Stuttgart, Freiburg und Heidelberg schauten mehrere Hundert Menschen gespannt auf den Wahlausgang. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes leben in Baden-Württemberg 16 600 US-Amerikaner.

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Über

Christopher Van der Meyden

...studiert seit 2012 Geschichte und Philosophie und arbeitet seit Sommer 2014 bei cantaloup.fm.

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