Sully – Kinorezension

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Dem Piloten Chesley “Sully” Sullenberger gelang die spektakuläre Notlandung auf dem Hudson River. Clint Eastwood inszeniert die Tage nach der Meisterleistung wenig glorreich.

Der Airbus A320 ist kaum gestartet, als ein Schwarm Wildgänse in die Turbinen kracht. Triebwerkausfall. Feuer und Qualm. Pilot Sullenberger (Tom Hanks) bleiben nur wenige Minuten, um die Maschine zu landen – mitten über New York City.

Instinktiv ändert “Sully” den vom Terminal aus vorgeschlagenen Kurs: Er steuert auf den Hudson River zu. Eine solche Notwasserung hat vorher in nur zwei Fällen funktioniert. Aber es gelingt. Alle überleben. Sullenberger wird als Held gefeiert.

Als Held fühlt er sich nicht. Da sind die Albträume, die Journalistenmasse. Und vor allem die Untersuchung durch das National Transportation Security Board, die dem Vorfall nachgeht: War das “Wunder von Hudson” nur ein unnötig riskantes Muskelspiel? Sullys Frau (Laura Linney) und Co-Pilot Jeff Skiles (Aaron Eckhart) sprechen ihm Mut zu. Aber was, wenn es stimmt, und der vermeintliche Held tatsächlich 155 Menschen in Gefahr gebracht hat?

Ich habe mit meinem Kollegen Lucas Eiler über den Film gesprochen.

Fazit: Dokudrama mit fragwürdigem Kurs. Tom Hanks landet den Film aber sicher und sanft.

Drei Melonen

“Sully” läuft täglich um 17:45 Uhr und 20:00 Uhr im Kino Blaue Brücke (Ausnahmen: am Samstag zusätzlich um 22:00 Uhr; am Dienstag nur um 17:45 Uhr).

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Über

Oliver Schaub

... studiert Allgemeine Rhetorik und Politikwissenschaft. Namensgeber von cantaloup.fm mit hoher Stirn und tiefer Stimme. Seit Oktober 2014 beim Uniradio; von Mai bis Dezember 2016 studentische Hilfskraft mit Schwerpunkt "Text".

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