The Walking Dead – Spiegel der Gesellschaft?

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In Serien wie The Walking Dead erheben sich Zombies aus ihren Gräbern und machen die Erde unsicher. Kann man aus einer solchen Serie etwas lernen? Ja, sagt ein Tübinger Soziologe.

Im Golden Age of Television werden Serien über ihre popkulturelle Bedeutung hinaus relevant. Die Serie Person of Interest zeigt uns, wie sehr Überwachung in unseren Alltag eindringt. Mr. Robot wiederum erzählt Geschichten mit erschreckend realistischem Hacking. Doch haben auch Science-Fiction Serien wie The Walking Dead einen Anker in der Realität? Nicht auf den ersten Blick. Bei genauerem Hinsehen lassen sich Parallelen zu aktuellen Themen ziehen.

Der Tübinger Soziologe und Politologe Dr. Peter Bescherer hat die Serie The Walking Dead analysiert. In einem Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe „Politik ist überall“ des Fördervereins für Politikwissenschaften POLIS berichtet er über seine Ergebnisse:

Eine Paralelle: Die Inszenierung einer Gefahr in Form von Massen. Während in der Serie die Untoten als Horde über die Menschen herfallen, werden Menschen in der realen Welt oft als bedrohliche Masse dargestellt oder wahrgenomen, ohne Berücksichtigung ihrer Individualität und ihres Bewusstseins. Das können Demonstranten sein, oder auch Flüchtlinge.

  • Dr. Peter Bescherer ist seit 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften an der Universität Tübingen. Zur Zeit ist er an dem Forschungsprojekt “Aspekte zur gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt” des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beteiligt.

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Über

Christopher Van der Meyden

...studiert seit 2012 Geschichte und Philosophie und arbeitet seit Sommer 2014 bei cantaloup.fm.

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