Laute Europäer: Studenten bloggen für Europa

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Aufklärung über europäische Politik ist das Ziel der studentischen Gruppe „Laute Europäer“. Sie will vor allem die positiven Seiten der EU zeigen.

Wissen in den Diskurs bringen ist das Ziel der acht Mitglieder der Tübinger Gruppe „Laute Europäer“. Vor allem der Schock wegen des Brexit und der US-Wahl hat die Studenten zur Gründung ihrer Gruppe animiert. Durch Aufklärung wollen sie erreichen, dass solche Ereignisse nicht nochmal passieren und dass der Rechtspopulismus bekämpft wird.

Über europäische Politik aufklären

Im November 2016 schlossen sich acht politisch interessierte Studenten zusammen, um die Tübinger Gruppe „Laute Europäer“ zu gründen. Inzwischen hat sie fast 5000 Follower auf Twitter. Aber welche Ziele verfolgen sie eigentlich?

Eberhard Beck, ein Mitglied der Gruppe, erläutert:

Logo

Das Logo spiegelt auch die Intention der “Lauten Europäer” wider: Laut sein für Europa

In der heutigen Welt ist alles irgendwie, vor allem in der Weltpolitik, miteinander verbunden und miteinander vernetzt und manchmal sind die Zusammenhänge sehr kompliziert, schwer zu verstehen – zugegebenermaßen. Aber wir haben uns so zum Auftrag genommen da vielleicht ein bisschen mehr Klarheit reinzubringen, weil diese Unklarheit und dieses Problem das notwendige Verständnis aufzubringen auch ein Grund ist, warum eben viele Menschen vor allem einfachen Parolen folgen.

 

 Den pro-europäischen Standpunkt stärken

Es geht darum einen sachlicheren Blick auf die europäische Politik schaffen. Dazu sagt sein Mitstreiter Alexander Schilin:

Wir wollen, dadurch dass wir Wissen in den Diskurs reinbringen, den Diskurs ein bisschen „entpopulisieren“ und ein bisschen schlauer machen. Und auch dadurch den Leuten, die eigentlich irgendwie pro-europäisch sind, aber nicht wissen, was da genau abgeht, Argumente mit an die Hand geben. Und auch den Leuten, damit die stark gegen die Populisten, die immer mehr auf dem Vormarsch sind, auch bestehen können.

Es geht also auch darum, dass der pro-europäische Standpunkt gestärkt wird. Die „Lauten Europäer“ wollen dazu beitragen, dass der politische Trend in eine andere Richtung getrieben wird, erklärt sein Kollege Robert Hansen:

Und zudem gab es ja auch in der europaweiten Medienberichterstattung immer so das Gefühl, dass halt Geert Wilders, Marine Le Pen und wie sie alle heißen, oder auch Frauke Petry von der AfD, sich dieses Narrativ erarbeitet haben, Europa zu kritisieren und das halt total im Trend war. Und wollten uns dem ganzen irgendwie entziehen und eine Trendwende einläuten.

Zusammenhalt fördern

Neben der Bekämpfung des Rechtspopulismus will die Gruppe mithelfen eine europäische Öffentlichkeit herzustellen. Alexander erklärt dazu:

Was beschäftigt den Anderen, was beschäftigt die anderen Länder und was können wir dafür tun, dass es den Anderen vielleicht besser geht, dass ‘ne Solidarität aufkommt? Dass die Menschen mehr verstehen, was geht untereinander ab, was geht vor allem in Brüssel ab, was sind so die verschiedenen Interessen?

Und wo sind die „Lauten Europäer“ aktiv?
Twitter ausgeschnitten

Die “Lauten Europäer” sind vor allem auf Twitter erfolgreich

Mit den fast 5000 Followern ist Twitter einer der stärksten Kanäle der Gruppe. Außerdem ist sie auch bei Facebook erfolgreich und laufend dabei ihren Blog weiterzuentwickeln. Robert erzählt wo die „Lauten Europäer“ noch aktiv sind:

Wir haben unseren eigenen YouTube-Channel, wo wir jetzt unser Videoformat nach und nach ausbauen. Dazu gibt es uns bei iTunes, da haben unsere Podcasts. Also wir sind auf ganz vielen Medien aktiv, aber wir arbeiten natürlich auch viel offline. Zum Beispiel „Pulse of Europe“ haben wir maßgeblich mit anderen Aktivisten in Tübingen auf die Beine gestellt. Also wir arbeiten maßgeblich auch offline, sowie online.

Auch zum „March of Europe“ haben sie beigetragen. Und sie waren unter anderem bei der Tübinger Menschenrechtswoche vertreten. Ihr YouTube-Channel steht mehr oder weniger noch in den Startlöchern. Hier postet die Gruppe vor allem Videos, in denen sie sich mit verschiedenen Persönlichkeiten über die europäische Politik austauscht.

Zukünftig werden sich die „Lauten Europäer“, neben zahlreichen anderen Themen, vor allem weiter dem Brexit und den europäischen Wahlen widmen.

  • Die drei Mitglieder der "Lauten Europäer" Robert Hansen (25), Eberhard Beck (23) und Alexander Schilin (24) (v.l.)

    Robert Hansen (25), Eberhard Beck (23) und Alexander Schilin (24) studieren “Demokratie und Regieren in Europa” an der Universität Tübingen. Sie sind drei der acht Mitglieder der “lauten Europäer”.

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