Studenten verändern die Welt

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Die World Citizen School bietet seit mehreren Jahren Studierenden die Möglichkeit, sich für nachhaltige und wohltätige Projekte einzusetzen. Auch eigene Ideen können sie hier realisieren.

Ob der Klimawandel, soziale Probleme oder Umweltverschmutzung: Es gibt viel, was verändert werden sollte. Die Mitglieder der World Citizen School tun genau das in mittlerweile über zwanzig studentischen Initiativen.

Jedes Projekt entsteht aus einer Idee heraus. So war es auch bei den studentischen Initiativen Anti Corruption International, Global Marshall Plan oder Studieren ohne Grenzen. Studierende hatten die Vision einer korruptionsfreien und nachhaltigen Welt mit fairen Bildungschancen. Die World Citizen School unterstützt dabei seit 2013 engagierte Studierende bei ihrem Vorhaben, die Welt zum Besseren zu verändern. Was genau ist aber die World Citizen School?

Michael Wihlenda:                                                                                                                                          “Die World Citizen School fördert studentisches Engagement auf neuartige Art und Weise. Wir versammeln mittlerweile über zwanzig Initiativen, die sich regelmäßig treffen und Kooperations-projekte starten durch unsere Vernetzung. Wir machen dieses Engagement sichtbar für die anderen Studierenden, aber generell auch für Bürger und die ganze Stadt Tübingen.”

Michael Wihlenda ist der Initiator und Leiter der World Citizen School. Die Idee dazu kam ihm 2009 während seines eigenen Studiums.

Michael Wihlenda:                                                                                                                                          “Die heutige Form der World Citizen School hätte ich mir auch nicht erträumen lassen. Wir als Studenten der Wirtschaftswissenschaften haben Ethik- und Nachhaltigkeitsinhalte vermisst im Studium, haben uns dann in einer Initiative engagiert, die sich dafür eingesetzt hat, und dann haben wir gesagt, wir müssen eigentlich schauen, dass wir Wirtschaftsinitiativen zusammenbringen, damit da Synergien entstehen. Dann ist diese Idee gewachsen und so ist letztendlich die World Citizen School entstanden.”

In den letzten vier Jahren haben die Mitglieder der World Citizen School gemeinsam einiges auf die Beine gestellt. Sie bieten zahlreiche Workshops, Seminare und Projektwochen an.

Michael Wihlenda:                                                                                                                                           “Da sind unsere Bildungswochen, bei denen studentische Initiativen miteinander kooperieren, und so ist die Woche für nachhaltige Entwicklung entstanden, gefolgt von der Menschenrechtswoche. Was da ganz besonders schön ist, dass diese ganzen Projekte nicht nur eines nach dem anderen von einzelnen Initiativen gemacht werden, sondern dass die auch gemeinsam die Workshops organisieren, das ist einfach ein Riesenerfolg.”

Von den Erfahrungen, die sie in der World Citizen School machen, profitieren alle Beteiligten.

Michael Wihlenda:                                                                                                                                           “Zum einen ist es unheimlich bereichernd, was wir und die Organisatoren von den studentischen Initiativen lernen, die ganzen interessanten, gesellschaftlich relevanten Themen. Man lernt eigentlich viel mehr von den Initiativen als die möglicherweise von uns.”

Auch in Zukunft ist einiges geplant, denn die World Citizen School setzt sich hohe Ziele.

Michael Wihlenda:                                                                                                                                           “Hier in Tübingen ist eine Vision, dass wir in wenigen Jahren einen freien Lernraum geschaffen haben, wo Studierende ein Freisemester nehmen können, um sich dann in der World Citizen School im Engagement auszutoben. Dann haben wir noch ein ehrgeizigeres Ziel, dass wir eine World Citizen School auf möglichst allen Kontinenten aufbauen, um studentische Zivilgesellschaft global sichtbar zu machen und ein Band zu schaffen.”

Inzwischen ist die Anzahl der beteiligten Studierenden und Mitgliedsinitiativen gewachsen, und das Engagement der World Citizen School wurde mit mehreren Preisen und Auszeichnungen belohnt. Dazu zählen zum Beispiel der Verleih des CampusWELTbewerb Baden-Württemberg sowie ein Stipendium von Social Impact.

  • Foto MIchael WihlendaMichael Wihlenda studierte Volkswirtschaft an der Steinbeis-Hochschule in Berlin. Seit einigen Jahren engagiert er sich als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Weltethos-Institut an der Universität Tübingen. 2013 gründete er die World Citizen School.

    Foto: Homepage des Weltethos-Institut Tübingen

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Über

Hannah Henrici

... studiert seit 2016 Geschichte und Germanistik in Tübingen und arbeitet seit Herbst 2017 bei Cantaloup.fm mit.

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