Bund und Länder schaffen weiterhin Stellen für Professorinnen

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Das bundesweite Professorinnenprogramm, welches mehr Frauen in wissenschaftliche Spitzenpositionen bringen soll, startet 2018 zum dritten Mal.

Für die dritte Runde des Programms stellten Bund und Länder laut Bundesministerium für Bildung und Forschung 50 Millionen Euro mehr zur Verfügung als bisher. Damit kostet das Projekt, welches bis 2022 laufen soll, insgesamt 200 Millionen Euro.

Um an dem Professorinnenprogramm teilnehmen zu können, muss sich eine Hochschule bewerben und ein überzeugendes Gleichstellungskonzept vorlegen. Falls die Bewerbung erfolgreich ist, finanziert das Programm pro Hochschule fünf Jahre lang bis zu drei zusätzliche Professuren für Frauen. Eine Neuerung des Programms ermöglicht zehn Hochschulen pro Bewerbungsrunde ab jetzt eine vierte Stelle – falls sie besonders engagiert im Bereich der gleichberechtigten Personalentwicklung und -gewinnung sind. Bewerben können sich beim Programm sowohl Universitäten als auch Hochschulen

Die Eberhard Karls Universität Tübingen hat bereits seit der ersten Ausschreibung 2008 am Professorinnenprogramm teilgenommen. Zurzeit finanziert das Programm dort eine Professur der Empirischen Kulturwissenschaften und eine Professur der Medienwissenschaft. Auch andere Programme wie das Athene-Programm oder das TEA-Programm sollen an der Uni Tübingen die Gleichstellung fördern. Trotzdem sind laut Jahresabschlussbericht 2016 von 517 Professuren an der Universität Tübingen erst 119 von Frauen besetzt.

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Über

Leoni Schmidt-Enke

... studiert Rhetorik und Internationale Literaturen. Mit Schirm, Charme und Aufnahmegerät ist sie seit Mai 2017 bei cantaloup.fm dabei.

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