Menschenrechtspreis geht an Tübinger Raif Badawi-Mahnwache

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Der saudi-arabische Blogger Raif Badawi ist 2013 zu tausend Peitschenhieben verurteilt worden. Jeden Samstag findet die Mahnwache auf dem Tübinger Holzmarkt statt.

Seit dreieinhalb Jahren, seit dem Badawi im Januar 2015 die ersten 50 Peitschenhiebe erhielt, stehen die Mitglieder der Mahnwache jede Woche auf dem Holzmarkt. „Sie beweisen Durchhaltevermögen und lassen sich auch nicht davon unterkriegen, dass es bis jetzt nur wenige Anzeichen für eine Freilassung Raif Badawis gibt“, sagte Anna Rickert aus dem Vorstand der Menschenrechtswoche. Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass sie von der Arbeit der Mahnwache imponiert gewesen seien.

Laut Verena Steinacher aus dem Team der Mahnwache seien tausend Peitschenhiebe ein Todesurteil. Und bis heute stehen noch 950 Peitschenhiebe aus. Das sei laut Steinacher vor allem den weltweiten Protesten zu verdanken, welche die saudi-arabische Regierung zur einer vorläufigen Aussetzung der Vollstreckung gezwungen hätten.

Der Menschenrechtspreis wird seit 2017 an Gruppen, Organisationen oder Einzelpersonen verliehen. Die Menschenrechtswoche wird seit 2015 von der UN Hochschulgruppe der Uni Tübingen organisiert.

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Über

Christopher Van der Meyden

...studiert seit 2012 Geschichte und Philosophie und arbeitet seit Sommer 2014 bei cantaloup.fm.

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