Tübinger Wissenschaftler*innen ermöglichen Lokalisierung verschollener Stadt im Irak

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Archäologen der Universität Tübingen haben Tontafeln im Irak ausgegraben, durch die eine bedeutende Stadt lokalisiert werden konnte.

Unter der Leitung von Professor Peter Pfälzner arbeiteten die Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Dr. Hasan Qasim im Sommer 2017 am Fundort in der autonomen Region Kurdistan. Die Tafeln wurden in einem mit Lehm gesicherten Keramikgefäß gefunden, das Annahmen zufolge der Archivierung diente. Die nordmesopotamische Stadt war aus Quellen bekannt, jedoch konnte erst durch die Übersetzung der Keilschrifttafeln der Fundort als Stadtgebiet lokalisiert werden.

Die Handelsstadt bestand von 2.200 bis 1.200 vor Christus und wurde mehrfach erobert und zerstört, wie aus einer Pressemitteilung der Universität Tübingen hervorgeht.

Foto: Peter Pfälzner, Universität Tübingen

Die kleinen Tafeln wurden von Dr. Betina Faist von der Universität Heidelberg anhand von Fotografien übersetzt. Die Assyriologin vermutet, dass durch diesen Fund die Lage weiterer früher Städte Mesopotamiens rekonstruiert werden können.

Die Stadtanlage war 2013 bei Forschungen im Rahmen des Tübinger Sonderforschungsbereichs „RessourcenKulturen“ entdeckt worden.

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Über

Sandra Hirsch

... studiert seit 2015 Medienwissenschaft und empirische Kulturwissenschaft an der Uni Tübingen und ist genauso lang bei cantaloup.fm.

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