Überschuss im StuRa-Haushalt: Lasst uns feiern!

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Über die Haushaltspläne des Studierendenrats Tübingen wird aktuell in allen studentischen Medien diskutiert. Die wichtige Frage ist jedoch: Was wird die Zukunft bringen? Ein Kommentar.

Ja, es ist ärgerlich und auch nicht okay, dass es in den letzten Jahren keinen öffentlichen Haushalt gab (wir berichteten). Das wissen wir alle und das musste auch gesagt werden. Uns jetzt aber weiterhin darüber zu echauffieren, bringt niemanden weiter. Jetzt ist es wichtig, nach vorne zu blicken.

Überschüsse vermeiden – ein sinnvolles Ziel

Ansätze, um so hohe Überschüsse künftig zu meiden, gibt es. Doch ein Euro weniger an Semesterbeitrag – das ist ein Tropfen auf den heißen Stein. 30.000 Euro weniger im Semester klingt für den einzelnen viel, es sind aber letztlich nicht einmal 10% der Semesterbeiträge. Das steht in keinem Verhältnis und da könnten wir auch einfach weiterhin sechs Euro zahlen. Ein Überschuss wäre trotzdem da und von den zwei Euro mehr im Jahr könnten wir uns nicht mal eine Pizza Margherita im Unckels leisten.

Die Forderung der Liberalen Hochschulgruppe (LHG), die Beiträge um die Hälfte zu senken, ist deutlich sinnvoller. Im aktuellen Haushaltsplan sind für das gesamte Jahr bisher 140.000 Euro fest verplant. Alle Studenten würden bei einer Senkung auf drei Euro Semesterbeitrag insgesamt  immer noch 180.000 Euro jährlich bezahlen. Damit wären die Kosten immer noch abgedeckt und es gäbe noch ein Polster. Und sollte das letztlich zu wenig sein, dann würde sich auch kein Student beschweren, wenn die Beiträge, wie die LHG vorschlägt, wieder etwas angehoben werden. Immerhin wüssten wir dann, dass das Geld auch wirklich gebraucht wird – und dann zahle ich das auch gerne.

Überschüsse nutzen – für alle Studenten

Auch wenn der Vorschlag von Die Liste sicherlich den ein oder anderen zum Schmunzeln bringt: Schlecht ist die Idee nicht. Vielleicht sollte man keine Freibierparty machen, wenn der StuRa keinen Alkohol einkaufen darf, aber ein Sommerfest für alle Studierenden wird sicherlich drin sein.
Vielleicht auch im größeren Rahmen wie beispielsweise das vom AStA der Uni Mainz ausgerichtete Sommerfest. Dort gibt es einen Tag lang kostenlose Freilichtkonzerte mit Bands, Grillen und vielem mehr.

Auch sonst gibt es sicherlich noch den ein oder anderen Vorschlag, der sich umsetzen lässt – man könnte dafür einfach die Studierenden fragen. Bei einem kurzen Brainstorming kamen bei uns schon ein paar Ideen rum:

  • Das oben genannte Sommerfest wie an der Uni Mainz
  • Ein Hochschulball mit einer großen Tombola wie an der Hochschule Nürtingen
  • Seminarangebote fördern, die von der Universität nicht übernommen werden (Beispiel: Adobe Photoshop-Workshop etc.) – natürlich ohne ECTS-Punkte
  • Ein Wettbewerb für studentische Projekte (und deren Finanzierung), die das studentische Leben in Tübingen besser/ interessanter gestalten

Natürlich sind das nur kleine Ansätze. Vielleicht wäre aber eine öffentliche Umfrage gar keine schlechte Idee. Es würde die Bekanntheit des StuRas steigern und sicherlich auch mehr Studenten zur Wahl anregen – was man durchaus als Bonus sehen kann.
Wichtig ist jedoch: Der Überschuss sollte den Studierenden zugutekommen. Immerhin ist es unser Geld.

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Das ist ein Artikel unserer noch namenlosen Kolumne, die ihr ab jetzt immer mittwochs auf cantaloup.fm findet. Unsere Autoren kommentieren darin aktuelle Themen aus Hochschulpolitik und Unileben. Habt ihr einen Namensvorschlag? Dann kommentiert diesen Beitrag oder schreibt uns!
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Über

Annika Petrasch

... studiert Germanistik und Internationale Literaturen. Sie war von 2013 bis 2017 Freelancer bei cantaloup.fm und hat sich besonders um den Aufbau der Social Media-Abteilung gekümmert.

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