Unser Adventskalender – 18. Türchen

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Der cantaloup.fm-Adventskalender ist online! Um euch die Wartezeit auf Weihnachten ein wenig zu versüßen, haben wir für euch genau 24 Überraschungen vorbereitet.

Ruhe, Frieden und Behaglichkeit. Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung. Der Geruch von Orangenschalen liegt in der Luft, der Kamin prasselt und die Vorfreude auf Weihnachten steigt.
Doch die Adventszeit ist auch eine Zeit voller Dunkelheit. Die Nächte werden länger und der kürzeste Tag des Jahres steht kurz bevor. Passend dazu haben wir heute ein Buch für euch, das eine Brücke schlagen will zwischen weihnachtlicher Stimmung und nervenaufreibender Spannung.

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Erst auf den zweiten Blick erkennt man den “untypischen” Weihnachtsschmuck

Jul-Morde nimmt den Leser, wie der Titel schon erahnen lässt, mit in den hohen Norden. Eine Sammlung von 13 verschiedenen Geschichten, die Krimi und Weihnachten vereinen wollen. Kann das gut gehen?
Der erste Blick auf das Cover lässt einiges erwarten. Hier finden sich viele bekannte Autoren, die Spannung geradezu versprechen. Darunter auch Arne Dahl und Åke Edwardson, zwei der erfolgreichsten schwedischen Krimiautoren, deren Erwähnung so manchem Krimifan das Herz gleich höher schlagen lässt.

Doch während der Lektüre verkehrt sich das Bild. Gerade die Geschichten, die nicht von den bekannten Autoren stammen, wissen am meisten zu fesseln. Besonders die Geschichte von Thomas Enger über den alten Otto Christian Aamodt, der schon etwas in die Tage gekommen, aber trotzdem fest entschlossen ist, seinen Wald in der Weihnachtszeit vor Eindringlingen und “Weihnachtsbaumdieben” zu beschützen, kann überzeugen. Dagegen lässt gerade die Geschichte “..dann steht Lucia vor der Tür” von Åke Edwardson, gleich zu beginn des Buches, die vom rätselhaften Mord an einem Alkoholiker während des Luciafests in Göteborg handelt, etwas mehr Tiefgang wünschen. Der Plot kann in einem solchen Format natürlich nur beschränkt entwickelt werden, das muss dem Leser klar sein, bevor er zum Buch greift, doch was Charakterzeichnung angeht, kann man auch in einer kurzen Erzählung gut arbeiten, wie Thomas Enger in O Tannenbaum” beweist. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Geschichten, gerade durch die Abwechslung, die durch die verschiedenen Autoren entsteht, durchaus Unterhaltungswert haben. Jul-Morde ist kein Buch, das man nicht mehr zur Seite legen kann, aber durchaus eins, das man in der Adventszeit immer mal wieder zur Hand nehmen kann, um sich so das Warten auf Weihnachten zu verschönern.

Vier MelonenFazit: Gute Lektüre für kurzweilige Stunden vor dem Kamin, die gegenüber herkömmlichen Krimis etwas an Tiefgang missen lässt, aber dennoch gut zu unterhalten weiß.

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Studentisches Ausbildungsmedium für crossmedialen Journalismus an der Eberhard Karls Universität Tübingen.

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