Warnstreiks in Tübingen und Reutlingen

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Busfahrer*innen fordern höhere Löhne und kürzere Dienstschichten. Die Verhandlungen laufen bereits, doch ein Ende ist noch nicht in Sicht. Weitere Warnstreiks sind angekündigt.

Ein Überblick über die Hintergründe und die Fortsetzung der Warnstreiks:

Bereits letzte Woche haben Busfahrer*innen in Tübingen und Reutlingen gestreikt. Am Montag (04.02.19) fuhren die Busse in Tübingen ab acht Uhr morgens nach einem Notfallfahrplan. Nur zu den Uni-Kliniken fanden vereinzelt Busfahrten statt. Der Streik endete gegen 14 Uhr. Am nächsten Tag wurde in Reutlingen gestreikt. Auch dort fuhr nach acht Uhr morgens kein Bus mehr. Laut einem Sprecher der Gewerkschaft ver.di gegenüber dem SWR zeigten die meisten Fahrgäste Verständnis für den Streik.

Mehr Gehalt

In anderen Städten in Baden-Württemberg kam es in den letzten Wochen ebenfalls zu Warnstreiks im Personennahverkehr. Grund dafür ist, dass ver.di der Stuttgarter Zeitung  zufolge eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent für Busfahrer*innen fordert. Auch die Auszubildenden der Omnibusunternehmen sollen mehr Geld erhalten. Ebenso verlangt ver.di, dass die Verträge der Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe an die Verträge der Angestellten von kommunal verwalteten Busunternehmen angepasst werden. Dies beinhaltet neben einer Lohnerhöhung auch kürzere Arbeitszeiten, eine verbesserte Regelung der Dienstschichten und bessere Altersvorsorge.

Warten auf Einigung

Vergangenen Donnerstag (07.02.19) gingen die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und dem Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) in die zweite Runde. Weil auch bei dieser Verhandlung keine Einigung gefunden wurde, streiken heute (13.02.19) laut Informationen der Südwest-Presse erneut die Busfahrer*innen in Tübingen und Reutlingen. Diesmal sollen die Warnstreiks ganztägig sein.

Außerdem kündigte ver.di auf der Homepage für morgen (14.02.19) auch Streiks im öffentlichen Dienst in Tübingen und Reutlingen an, unter anderem in der Universität und dem Studierendenwerk. Ähnliche Warnstreiks soll es laut ver.di an diesem Tag in ganz Baden-Württemberg geben. So will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeberverbände erhöhen.

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Über

Hannah Henrici

... studiert seit 2016 Geschichte und Germanistik in Tübingen und arbeitet seit Herbst 2017 bei Cantaloup.fm mit.

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