Lieber studieren als kopieren

0

Wer in der Uni schnell etwas ausdrucken oder kopieren will, wird oftmals enttäuscht. Wie könnte man Abhilfe schaffen?

Es ist ein tolles Angebot, dass alle immatrikulierten Studierenden die Möglichkeit haben, eine Vielzahl an Kopier- und Druckgeräten zu nutzen. Deren Bedienung ist jedoch nicht ganz einfach.

Der ewige Kampf

Würde es einen Orden für beispiellose Gelassenheit geben, man sollte ihn den Unidruckern verleihen. Seit dem ersten Tag verlieren Studierende Jahrgang für Jahrgang die Nerven vor den Geräten, hämmern verzweifelt auf den Tasten herum, reißen erbost ihre USB-Sticks aus den Laufwerken und fluchen was das Zeug hält – und die Drucker verharren in majestätischer Gleichgültigkeit und machen das, was sie am besten können: nichts. Auf dem Kontrollbildschirm zeigen sie unbeirrt und unendlich die Information „pending…“ Und selbst für den Geduldigsten, der Tag und Nacht vor dem Gerät ausharrt und hofft und betet, gibt es keinen Lohn. Eher das Gegenteil. Mir wurde der Druckvorgang auch schon bei Abbruch berechnet, auch wenn nie ein Blatt Papier den Drucker verlassen hat.

Nun, man muss den Druckern zugutehalten: eigentlich können sie echt viel. Dass am Ende nicht so viel dabei herauskommt, hat oftmals auch etwas mit falscher Bedienung zu tun. Da wäre es natürlich schön, wenn einem einmal jemand zeigen würde, wie man die Geräte richtig bedient. Nutzerfreundlich und selbsterklärend sind sie nicht gerade. Manchmal hätte ich am liebsten meinen eigenen Kopiercoach, der mich bei allen Druck- und Kopierversuchen berät. Damit hätte ich in meinem Studium  schon sehr viel Zeit sparen können.

Hilfestellungen

Zumindest an manchen Stellen wird Druck- und Kopieranfängern unter die Arme gegriffen. So finden sich unter anderem im Kopierraum der Brechtbaubibliothek Kurzanleitungen an der Wand. Darauf werden die Grundfunktionen der Kopiergeräte erklärt. An anderen Stellen, wie beispielsweise im Kopierraum im Erdgeschoss der Unibib, sucht man solche Hilfestellungen jedoch vergeblich. Dafür wird man auf das Servicebüro verwiesen, an das man sich bei Problemen wenden kann. Es befindet sich im Ammerbau der UB. Dort wird man vom Personal, das die Drucker betreut, sehr freundlich und kompetent beraten. Leider gibt es so ein Büro allerdings nur in der UB und es hat auch immer nur wochentags von 11-14 Uhr geöffnet. Wenn ich in anderen Unigebäuden vor dem Drucker verzweifle, hilft mir das nicht unbedingt weiter.

Für solche Fälle empfiehlt sich die Servicenummer 07071/29-74625. Laut Aufklebern an manchen Druckern ist diese werktags von 9-18 Uhr und samstags von 9-14 Uhr erreichbar, laut Homepage der UB nur werktags. Was davon nun stimmt, muss man wohl einfach ausprobieren. Damit das geht wäre es schön, wenn die Rufnummer nicht nur an manchen, sondern an allen Druckern gut sichtbar vermerkt wäre. Denn auch hier bekommt man nützliche Tipps und Informationen von hilfsbereitem Personal.

Wie man den Kampf gewinnen kann

Die bisherigen Möglichkeiten, sich bei Kopierproblemen Hilfe zu holen, sind in jedem Falle löblich und sinnvoll. Meiner Meinung nach könnten sie aber noch flächendeckender ausgebaut und durch weitere Angebote ergänzt werden.

Sinnvoll wären kurze Einführungen für die Druck- und Kopiergeräte, in denen man die wichtigsten Funktionen und einige grundlegende Tipps und Tricks kennenlernt (beispielsweise, dass die Drucker nur PDF-Formate erkennen). Solche Informationen scheinen teilweise simpel und sind in wenigen Worten erklärt. Doch so manche davon habe ich mir recht mühsam erarbeiten müssen, weil es mir eben niemand erklärt hat. Vorstellbar wäre, Kopier- und Druckeinführungen in den Einführungstutorien durchzuführen oder in die Bibliotheksführungen zu integrieren, die in der UB und den Fachbibliotheken angeboten werden. Damit könnte die Uni ihr etwas spärliches Angebot an Drucksprechstunden ausbauen. Möglich wäre auch, das Kursprogramm zu Beginn des Semesters durch Druck- und Kopiereinführungen zu erweitern.

Schwierigkeiten und Probleme mit den Kopiergeräten lassen sich dann besser verhindern oder schneller beheben und die Studierenden haben auch wieder mehr Zeit für das, wofür sie eigentlich an der Uni sind: nämlich studieren, und nicht kopieren.

Teilen.

Über

Avatar

...studiert Rhetorik und Internationale Literaturen und ist seit 2018 bei cantaloup.fm dabei. Die besten Texte produziert sie mit ihrem Lieblingsfüller.

Hinterlasse einen Kommentar